Donnerstag, 21. Mai 2015

Grüße von Deutschlands schönster Hochseeinsel

Nach Superrauschefahrt gestern von Lauwersoog nach Norderney (70 sm in knapp 11 Stunden mit anfangs heftigem Gegenstrom) hat sich der erstmals zum Einsatz kommende Spinnakerbaum zum Ausbaumen der Fock sehr bewährt. Ca. 45 sm stand die an Backbord ausgebaumte Fock superstabil ohne Flattern und Schlagen und lieferte so zusätzlichen Speed (Spitze 8,8 kn!!!) Videos und Bilder werden nachgepflegt, sobald sind wir wieder eine vernünftige WLAN-Verbindung haben.
In der Servicewüste Helgoland, wo wir heute bei moderatem Wind (anfangs noch gut 4 Bf und am Ende knappe 3 Bf) auf Helgoland bei schönstem Sonnenschein angekommen sind, leider nicht verfügbar. Die unterschiedlichen Lagen unserer Zwiebeltaktik konnten wir am Ende fast nicht mehr schnell genug loswerden. Der Welthandel scheint doch wieder zu blühen, wenn man nach der Vielzahl der verschiedenen riesigen Containerfrachter und auch sonstigen Carrier urteilen möchte. Trotzdem war es ein leichtes, die verschiedenen Fahrwasser am Verkehrsknotenpunkt Deutsche Bucht zu queren.

Samstag, 16. Mai 2015

Die Reise geht weiter!


Stehende Mast-Route bis Amsterdam und weiter nach Enkhuizen

Nach manueller Öffnung der Brücke um 9:00 Uhr durch den überaus freundlichen Hafenmeister vom Martensgaat in Dordrecht begeben wir uns auf den Weg durch 33 Hebe- und Drehbrücken und 2 Schleusen nach Amsterdam.
Hier wird's eng: Container-Frachter passiert Hebebrücke und der restliche Konvoi folgt
Nieuwe Mer Sluis, die zur Nacht für den Konvoi geöffnet wird
Um 23:54 Uhr setzt sich der aus nur 11 Booten bestehende Konvoi (davon 1 Kanadier, der es auf eigenem Kiel von der kanadischen Westküste durch den Panama-Kanal etc. bis nach Holland geschafft hat) in Bewegung.
23:59 Uhr in der Schleuse
Mehr stehend und wartend als fahrend legen wir die Strecke durch die Amsterdamer Grachten zurück. Passanten auf den Straßen und Plätzen winken uns zu, Anwohner schauen aus ihren Fenstern den vorbeifahrenden Schiffen zu. Nach längerer Wartezeit vor der Eisenbahnbrücke wird unsere Geduld endlich belohnt und nach einer weiteren, der letzten von 11 Brücken in Amsterdam erreichen wir um 2:30 Uhr die Marina Amsterdam.  Nur noch die Leinen fest, kein Strom mehr, ein Schlummertrunk und dann ab in die Koje.
Heute Morgen ein Blick aus dem kleinen Fenster an der Koje: grau in grau, Nieselregen, diesig, windig - igittigitt.... Nach dem Duschen, Frühstück und Einkauf sieht die Welt zwar noch nicht wesentlich anders oder besser aus, aber wir haben einfach beschlossen, schon mal loszufahren.


I'm sailing in the rain, I' sailing in the rain.....

Schon an der Schellingwouder Brug hinter den Oranjesluizen ist es deutlich heller, hier und da öffnet sich die Wolkendecke und die Sonne kommt zum Vorschein. Allerdings ist es auch bereits 13:00 Uhr geworden.
Bei Nordwestwind um 5 - 6 Beaufort bietet sich Enkhuizen als Tagesziel an, das wir um 18:00 Uhr, das wir nach einer typischen Ijsselmeer-Hacktour bei überwiegend sonnigem Wetter erreichen. Der Binnenhafen ist rappelvoll, Sechser-Päckchen sind die Regel, so dass wir uns für den Buys-Hafen entscheiden, wo wir sogar noch eine Box ergattern.
Am alten Binnenhafen in Enkhuizen

Hafen voll! Sechser-Päckchen im Stadthafen von Enkhuizen

Donnerstag, 14. Mai 2015

Gestartet!

Die ersten 11 Meilem von Strijensas bis Dordrecht gemotort, bevor es morgen auf die Staande Mast Route nach Amsterdam geht. Passend zum Himmelfahrtstag liegen wir direkt unter der Groote Kerk in Dordrecht.
Den Messweim genießen wir mit Brot und Käse im Cockpit.

Donnerstag, 7. Mai 2015

Motivatie an its Crew



Photo from the Amber-Cafe in Hamburg, directly opposite of Hanse Nautic, where we bought approx. 40 lb. nautic charts and sailing guides for our trip to Sweden, so that we desperately needed a coffee. 

We are Renate and Hans (from Renate called Johannes because this is his official name in his passport), both together aged 119 years. We are retired which gives us the opportunity to live our dream and to set sail for our future. 

The other participant is Motivatie, with its 24 years comparably young sail yacht from type Winner 9.50, a 9,50 m long and 3,10 m wide boat with some 48,7 sqm sails, which should be good enough to deliver the necessary speed for the approx. 3.000 nm ahead of our bow.








Die Akteure


Foto aus dem Amber-Café in Hamburg gegenüber von Hanse Nautic, wo wir soeben ca. 18 kg Kartenmaterial und Revierführern bestellt haben. Darauf mussten wir erst mal einen Kaffee trinken.

Wir, das sind Renate und Hans (von Renate Johannes genannt, weil es so im Perso  steht und in Anlehnung an den derzeitig auf Weltumseglung befindlichen Johannes Erdmann sooo naheliegend ist). Wir sind zusammen 119 Jahre alt und haben dem aktiven Berufsleben den Rücken gekehrt, wodurch diese Reiseüberhaupt erst möglich geworden ist.

Weitere, nicht unwesentliche Akteurin ist die mit 24 Jahren vergleichsweise junge Motivatie, eine Winner 9,50, wie die Typenbezeichnung schon andeutet, 9,50 m lang, 3,10 m breit und mit ca. 48,7 qm Segelfläche recht gut bestückt, was in Anbetracht der vor uns liegenden ca. 3.000 Seemeilen für ein einigermaßen schnelles Fortkommen sorgen sollte. 

Mittwoch, 6. Mai 2015

UKW-Gerät eingebaut und angeschlossen!

Heute wurde endlich das neue UKW-Gerät mit AIS und GPS im neuen Schapp eingebaut und angeschlossen (dank der Unterstützung durch SVB Spezialversand für Yacht- und Bootszubehör in Bremen bei der NMEA-Schnittstelle)! Endlich habe ich auch die Fernanzeige des Akkuladers eingebaut und Platz für div. Ladegeräte für Handy & Co. ist auch noch da.