Mittwoch, 10. Juni 2015

Alles neu macht der Mai - ach nee, der Juni

Neuer Windmesser und Logge/Echolot, echt super!
Kam in Strande erstmalig zum Einsatz: unser neues Sonnensegel
Trotz Widrigkeiten auf der männlichen Gesundheitsfront sind wir nach der erfolgreichen Installation der neuen Raymarine-Geräte froh gelaunt und positiv gestimmt. Vom morgigen Besuch beim Chiropraktiker in Hamburg erhoffen wir uns deutliche Fortschritte.
Auf jeden Fall gutes Wetter, gute Stimmung und das Motto lautet:


Freitag, 5. Juni 2015

Warteschleife

Eigentlich sollten wir inzwischen die Weiterfahrt nach Schweden angetreten haben. Leider hindern uns hieran gleich zwei Gründe:
Die Reparatur unseres Tridata (Logge, Echolot) war wohl doch nicht erfolgreich. Zumindest an Bord werden weder Geschwindigkeit noch Wassertiefe angezeigt. Neue Geräte (i50 von Raymarine) sind bestellt und sollten eigentlich bis Ende dieser Woche in Kiel eingetroffen sein und dann eingebaut und angeschlossen werden.
Zweiter Grund: Mein Rücken macht ziemliche Probleme. Inzwischen liegt zwar das MRT vor, aber vom Arzt ist noch keine Stellungnahme zu bekommen gewesen, inwieweit ein Bandscheibenvorfall vorliegt und welche Therapie er vorschlägt.
Die eigene Therapie sah für heute schon mal so aus: gegen Mittag aufs Boot, raus auf die Ostsee und bei herrlichem Wetter bei ca, 4 -5 Windstärken mit Ann Kathrin und Paul eine Runde segeln. Um kurz vor sieben wieder durch die Brücke und zurück nach Arnis. Ann Kathrin und Paul hat es gut gefallen, mir sowieso - und gut bekommen ist es mir offensichtlich auch.
Ann Kathrin und Paul
Schleimünde - Leuchtturm in frisch gestrichenem Grün statt bisher schwarz

Montag, 25. Mai 2015

Transfer from Strijensas/NL via Amsterdam to Arnis/Schlei

After 12 days (2 days with short trips and one stop-over in harbour), 68 bridges, 7 locks and 1 offshore island (most beautiful and single German offshore island Helgoland - best place to buy alcohol and cigarettes tax and duty free) and 399 nm we have reached the beautiful harbour of Arnis at the ice age fjord Schlei safely and without damage.
Our plan is to continue our journey in about one weeks time after the usual and necessary maintenance, change off navigational charts and handbooks etc., stowing food and beverage (most important!!!) and some repairs.
We will be pleased to see you soon, have a nice time in between and thank you for your patience before we continue our reports.


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Sorry, this was the wrong one; here is the right one: Motivatie!!!



Etappenziel Arnis/Schlei erreicht!





Nach 98,6 km Motorjuckelei auf dem NOK freuen wir uns, dass in der Kieler Förde trotz anfänglicher Flaute auf Höhe Laboe der Wind ausreicht, um die Segel wieder setzen zu können.
Welch eine Wohltat!

Bei ruhigem Vormwindkurs Richtung Damp, wo uns bei Antonia und Hans-Jürgen ein leckeres Abendbrot und ein gemütlicher Abend zu viert erwartet.


Ankunft bei Schleimünde mit allseits bekanntem Leuchtturm
(neuerdings mit grünem Dach und grünem Band) und Giftbude
Endlich wieder die Rapsfelder an der Schlei
Die letzte von 68: Klappbrücke in Kappeln
Ankunft im Jachthafen der WSG Arnis/Grödersby



Nach 12 Tagen (davon 2 mit sehr kurzen Etmalen und einem Hafentag). 68 Brücken (davon 57 Klapp-, Hub- und Drehbrücken und 11 Hochbrücken über den Nordostseekanal), 7 Schleusen, 1 Hochseeinsel (Helgoland) und insgesamt 399,2 sm sind wir sicher und wohlbehalten im Etappenziel Arnis an der Schlei angekommen.



Nun werden Vorbereitungen für den weiteren Törnverlauf getroffen. Sobald es wieder losgeht, is werden wir uns wieder bei euch melden. Habt bitte daher ca. eine Woche Geduld! Bis wir uns wiedersehen, für Euch alles Gute!

Cuxhaven - Brunsbüttel - Kiel/Holtenau - Damp

In Cuxhaven verlassen morgens sehr zeitig die Regattateilnehmer der Nordseewoche den Hafen. Wir haben es dagegen gut und können uns erst noch mal gemächlich rumdrehen. Erster möglicher Start war immerhin 06:30 Uhr bei Schietwetter!!!

Nach Auffüllen des Dieseltanks sind wir um kurz vor 14:00 Uhr wieder unter Segeln auf der Elbe unterwegs. Bei Backstagsbrise um 4-5 Beaufort bzw. ab Otterndorf mit halbem Wind und mitlaufender Tide zeigt das GPS kurzzeitig 10 kn Fahrt über Grund! Zusammen mit ca.18 anderen Sportschippern wird nach einer kurzen Schleife im Wartebereich das Zeichen für das Einlaufen der Yachten in die Südschleuse gegeben, nachdem vorher bereits ein Frachter eingelaufen ist.
Schleuse Brunsbüttel mit Signalanlage

Berufs- und Sportschiffahrt müssen sich die Schleuse teilen

Der Nordseekanal (kurz NOK bzw. international allgemein als Kielerkanal bezeichnet) mit 98,6 km verbindet Nord- und Ostsee und bedeutet gegenüber dem Umweg über Skagen immerhin eine Ersparnis von 250 sm. Nun ist bei schönstem Wetter Kanalfahrt angesagt, wobei wir uns aufgrund der fortgeschrittenen Zeit entscheiden, an der Schleuse Gieselaukanal bei NOK-km 40,7 eine Übernachtung einzulegen. Sehr idyllisch gelegen teilen wir uns den Anleger mit den anderen Kanalfahrern, u.a. einigen Niederländern aus Hoorn und Delfzijl.

Begegnung mit der Großschiffahrt 
Übernachtung vor der Schleuse Gieselaukanal

Lotsenwechsel an der Weiche Breiholz
Ob der Name Breiholz wohl vom Zustand dieser Dalben herrührt,
der für den Zustand der technischen Anlagen überwiegend zutrifft?
Schwebefähre unter der Eisenbahnhochbrücke bei Osterrönfeld vor Rendsburg





Freitag, 22. Mai 2015

Nachlieferung der Bilder

Rauschefahrt nach Norderney
Neuer Spibaum im Einsatz

Die besagte Rauschefahrt von Lauwersoog nach Norderney

Mit der Errungenschaft des neuen Spibaums endlich vernünftiges Segeln bei achterlichem Wind bis Backstagskurs. Nach Folkeboot-Manier sind sogar Kurse mit Einfallswinkel bis ca. 150 ° machbar und sorgen für enormen Speed. Immerhin sind wir so ca. 45 sm bei Windstärke 5 – 6 und Speed von kaum mal unter 7 kn unterwegs gewesen. Einfach super! Wie immer fragt man sich, warum man mit dieser Anschaffung so lange gewartet hat….

Norderney war eigentlich wie immer: Duschen mit permantem Knopfdrücken, dafür aber viel Wasser und warm und natürlich: Brötchen beim Hafenmeister! Ansonsten sind wir übers Hafenbüro nicht hinausgekommen, weil wir am nächsten Tag ja gleich weiter nach Helgoland wollen. Von einem Hafentag auf Helgoland rät Fietje, der Norderneyer Hafenmeister, dringend ab, weil Nordseewoche ist und man auf Helgoland mit Päckchen bis zu 15 Booten rechnen muss. Müssen wir nicht haben. Nach gefühlt  60 Brücken und 6 Schleusen bis Lauwersoog ist unser Bedarf an Bambule erst mal gestillt.

Helgoland: Rot ist die Kant, grün ist das Land, weiß ist der Strand – das sind die Farben von Hegloland
Der beste Blick ist der von weitem bei der Ansteuerung! 


Ansonsten: Servicewüste, Schiffsausrüster, Alkohol und Zigaretten (zoll- und mehrwertsteuerfrei). Aber auch: Super Nordseekrabben auf Bratkartoffeln mit Spiegelei und dazu ein großes Duckstein! Hafen ist erfreulicherweise noch ziemlich leer, nur als zweites Boot im 3er-Päckchen.

Die Überfahrt nach Cuxhaven: von anfänglichen 4 Windstärken bleiben nach einer halben Stunde noch 3 mit stark abnehmender Tendenz übrig. Nach zwei Stunden müssen die Kolbensegel ran, und zwar bis Cuxhaven. Von der vielbefahrenen Wasserstraße Elbmündung (optisch riesig) ist nichts zu spüren. Erst kurz vor Cuxhaven taucht mal ein Containerfrachter auf, ansonsten tote Hose! Die Fahrwasserquerung hätten wir auch problemlos in einem 10 ° - Winkel hinbekommen! Natürlich haben wir vorschriftsmäßig das Fahrwasser im rechten Winkel (90 °) absolviert.

Kurz vor der Einfahrt zum Hafen passieren wir an  Steuerbord die allseits bekannte Kugelbake:


Im Hafen herrscht Regattastimmung. Alles ist in Vorbereitungen für die Nordseewoche mit der Zubringerregatta am Samstag nach Helgoland. Zum Glück haben uns freundliche Hamburger in eine soeben freigewordene Box neben ihrem Schiff gelotst. Schwein gehabt!!!



Donnerstag, 21. Mai 2015

Grüße von Deutschlands schönster Hochseeinsel

Nach Superrauschefahrt gestern von Lauwersoog nach Norderney (70 sm in knapp 11 Stunden mit anfangs heftigem Gegenstrom) hat sich der erstmals zum Einsatz kommende Spinnakerbaum zum Ausbaumen der Fock sehr bewährt. Ca. 45 sm stand die an Backbord ausgebaumte Fock superstabil ohne Flattern und Schlagen und lieferte so zusätzlichen Speed (Spitze 8,8 kn!!!) Videos und Bilder werden nachgepflegt, sobald sind wir wieder eine vernünftige WLAN-Verbindung haben.
In der Servicewüste Helgoland, wo wir heute bei moderatem Wind (anfangs noch gut 4 Bf und am Ende knappe 3 Bf) auf Helgoland bei schönstem Sonnenschein angekommen sind, leider nicht verfügbar. Die unterschiedlichen Lagen unserer Zwiebeltaktik konnten wir am Ende fast nicht mehr schnell genug loswerden. Der Welthandel scheint doch wieder zu blühen, wenn man nach der Vielzahl der verschiedenen riesigen Containerfrachter und auch sonstigen Carrier urteilen möchte. Trotzdem war es ein leichtes, die verschiedenen Fahrwasser am Verkehrsknotenpunkt Deutsche Bucht zu queren.