Samstag, 16. Mai 2015
Stehende Mast-Route bis Amsterdam und weiter nach Enkhuizen
Nach manueller Öffnung der Brücke um 9:00 Uhr durch den überaus freundlichen Hafenmeister vom Martensgaat in Dordrecht begeben wir uns auf den Weg durch 33 Hebe- und Drehbrücken und 2 Schleusen nach Amsterdam.
Um 23:54 Uhr setzt sich der aus nur 11 Booten bestehende Konvoi (davon 1 Kanadier, der es auf eigenem Kiel von der kanadischen Westküste durch den Panama-Kanal etc. bis nach Holland geschafft hat) in Bewegung.
Mehr stehend und wartend als fahrend legen wir die Strecke durch die Amsterdamer Grachten zurück. Passanten auf den Straßen und Plätzen winken uns zu, Anwohner schauen aus ihren Fenstern den vorbeifahrenden Schiffen zu. Nach längerer Wartezeit vor der Eisenbahnbrücke wird unsere Geduld endlich belohnt und nach einer weiteren, der letzten von 11 Brücken in Amsterdam erreichen wir um 2:30 Uhr die Marina Amsterdam. Nur noch die Leinen fest, kein Strom mehr, ein Schlummertrunk und dann ab in die Koje.
Heute Morgen ein Blick aus dem kleinen Fenster an der Koje: grau in grau, Nieselregen, diesig, windig - igittigitt.... Nach dem Duschen, Frühstück und Einkauf sieht die Welt zwar noch nicht wesentlich anders oder besser aus, aber wir haben einfach beschlossen, schon mal loszufahren.

Schon an der Schellingwouder Brug hinter den Oranjesluizen ist es deutlich heller, hier und da öffnet sich die Wolkendecke und die Sonne kommt zum Vorschein. Allerdings ist es auch bereits 13:00 Uhr geworden.
Bei Nordwestwind um 5 - 6 Beaufort bietet sich Enkhuizen als Tagesziel an, das wir um 18:00 Uhr, das wir nach einer typischen Ijsselmeer-Hacktour bei überwiegend sonnigem Wetter erreichen. Der Binnenhafen ist rappelvoll, Sechser-Päckchen sind die Regel, so dass wir uns für den Buys-Hafen entscheiden, wo wir sogar noch eine Box ergattern.
| Hier wird's eng: Container-Frachter passiert Hebebrücke und der restliche Konvoi folgt |
![]() |
| Nieuwe Mer Sluis, die zur Nacht für den Konvoi geöffnet wird |
| 23:59 Uhr in der Schleuse |
Heute Morgen ein Blick aus dem kleinen Fenster an der Koje: grau in grau, Nieselregen, diesig, windig - igittigitt.... Nach dem Duschen, Frühstück und Einkauf sieht die Welt zwar noch nicht wesentlich anders oder besser aus, aber wir haben einfach beschlossen, schon mal loszufahren.
I'm sailing in the rain, I' sailing in the rain.....
Bei Nordwestwind um 5 - 6 Beaufort bietet sich Enkhuizen als Tagesziel an, das wir um 18:00 Uhr, das wir nach einer typischen Ijsselmeer-Hacktour bei überwiegend sonnigem Wetter erreichen. Der Binnenhafen ist rappelvoll, Sechser-Päckchen sind die Regel, so dass wir uns für den Buys-Hafen entscheiden, wo wir sogar noch eine Box ergattern.
| Am alten Binnenhafen in Enkhuizen |
Donnerstag, 14. Mai 2015
Gestartet!
Die ersten 11 Meilem von Strijensas bis Dordrecht gemotort, bevor es morgen auf die Staande Mast Route nach Amsterdam geht. Passend zum Himmelfahrtstag liegen wir direkt unter der Groote Kerk in Dordrecht.
Den Messweim genießen wir mit Brot und Käse im Cockpit.
Donnerstag, 7. Mai 2015
Motivatie an its Crew
Photo from the Amber-Cafe in Hamburg, directly opposite of Hanse Nautic, where we bought approx. 40 lb. nautic charts and sailing guides for our trip to Sweden, so that we desperately needed a coffee.
We are Renate and Hans (from Renate called Johannes because this is his official name in his passport), both together aged 119 years. We are retired which gives us the opportunity to live our dream and to set sail for our future.
The other participant is Motivatie, with its 24 years comparably young sail yacht from type Winner 9.50, a 9,50 m long and 3,10 m wide boat with some 48,7 sqm sails, which should be good enough to deliver the necessary speed for the approx. 3.000 nm ahead of our bow.
Die Akteure
Foto aus dem Amber-Café in Hamburg gegenüber von Hanse Nautic, wo wir soeben ca. 18 kg Kartenmaterial und Revierführern bestellt haben. Darauf mussten wir erst mal einen Kaffee trinken.
Wir, das sind Renate und Hans (von Renate Johannes genannt, weil es so im Perso steht und in Anlehnung an den derzeitig auf Weltumseglung befindlichen Johannes Erdmann sooo naheliegend ist). Wir sind zusammen 119 Jahre alt und haben dem aktiven Berufsleben den Rücken gekehrt, wodurch diese Reiseüberhaupt erst möglich geworden ist.
Weitere, nicht unwesentliche Akteurin ist die mit 24 Jahren vergleichsweise junge Motivatie, eine Winner 9,50, wie die Typenbezeichnung schon andeutet, 9,50 m lang, 3,10 m breit und mit ca. 48,7 qm Segelfläche recht gut bestückt, was in Anbetracht der vor uns liegenden ca. 3.000 Seemeilen für ein einigermaßen schnelles Fortkommen sorgen sollte.
Mittwoch, 6. Mai 2015
UKW-Gerät eingebaut und angeschlossen!
Heute wurde endlich das neue UKW-Gerät mit AIS und GPS im neuen Schapp eingebaut und angeschlossen (dank der Unterstützung durch SVB Spezialversand für Yacht- und Bootszubehör in Bremen bei der NMEA-Schnittstelle)! Endlich habe ich auch die Fernanzeige des Akkuladers eingebaut und Platz für div. Ladegeräte für Handy & Co. ist auch noch da.
Samstag, 21. März 2015
Die Vorbereitungen gehen weiter!
Die Seekarten für Ostsee und Bottnischer Meerbusen einschließlich der finnischen Küste sind seit Freitag "an Bord". An Hafen- und Revierführern sind wir jetzt gut ausgestattet: die schwedischen Hafenführer Gästhamnen 8 & 9, Norrlandskust, Finnland und Alandinseln (letzterer jetzt ganz neu auf Deutsch und perfekt gestaltet) sowie ergänzend den Törnführer Ostschweden von Gerti und Harm Claussen.
Das Studium der Planungskarten macht auf jeden Fall riesig viel Spaß und steigert die Vorfreude auf den jetzt immer näher rückenden Abfahrtstermin.
Bootstechnisch sind wir um einiges voran gekommen: Antifouling ist aufgebracht, der neue Flexofold-Faltpropeller ist montiert, ebenso die Bugrolle, Heckankerhalterung, Gurtbandrolle f.d. Heckanker. Auch das neue UKW- Funkgerät ist bereits mit DSC-, ATIS-Kennung und MMSI programmiert und muss noch angeschlossen werden.
Inzwischen ist das Boot auch schon im Wasser, Mast steht und auch eine neue Heizung, die wir in den hohen nördlichen Breiten vermutlich besonder schätzen lernen werden, ist installiert.
Wir können es kaum erwarten, endlich loszulegen. Anfang Mai werden wir die restlichen Punkte der to-do-list erledigen und Vieles von den neu abgeschafften und installierten Dingen einmal ausprobieren, bevor wir dann die Überführung zur Ostsee angehen.Bis bald
Hans (Johannes) und Renate
Abonnieren
Posts (Atom)













